Pastor Andreas Riebl

FREIWILLIG UND ENGAGIERT - WIE UNSERE GEMEINDE DANK VIELER EHRENAMTLICHER FUNKTIONIERT

von Pastor A. Riebl

In der Basarzeit wird es Jahr für Jahr zweifellos am sichtbarsten: Viele Menschen engagieren sich, packen mit an und leisten schier Unglaubliches. Doch auch über das Jahr verteilt wäre unsere Gemeinde nichts ohne diejenigen, die regelmäßig und freiwillig mitarbeiten. Es macht Spaß, das Miteinander zu erleben, zu sehen wie etwas wächst und Gestalt annimmt. Anderen wird geholfen, Erfolg wird sichtbar, viele sind dankbar.

Der Gemeindebrief, den Sie gerade lesen, wird von Menschen aus der Gemeinde zusammengelegt und dann Straße für Straße verteilt. Manche leisten diese Arbeit seit Jahren.

Was wird in unserer Kirchengemeinde noch alles ehrenamtlich geleistet? Da werden Woche für Woche Menschen im Alter von über 75 Jahren zu ihrem Geburtstag besucht. Ein Kreis von Frauen trifft sich regelmäßig, um diesen wichtigen Dienst zu organisieren. Jugendliche leiten Gruppen für Kinder, fahren mit auf Konfirmandenfreizeiten oder organisieren die Disko. Eltern gestalten einmal im Monat die Kinderkirche. Tanzfeste werden geplant, auf- und abgebaut sowie kulinarisch versorgt. Die Seelsorgegruppe ist für Menschen da, die sterbende Angehörige begleiten oder um Verstorbene trauern. Auch im Kirchenbüro helfen einige regelmäßig mit.

Aber auch im hauswirtschaftlichen Bereich wird viel von Freiwilligen geleistet: Zum Beispiel gibt es eine Küstergruppe. Deren Mitglieder versehen reihum an den Sonntagsgottesdiensten und bei Hochzeiten den Küsterdienst in der Kirche. Andere helfen beim Dekorieren und Gestalten des Gemeindehauses, der Schaukasten wird ebenfalls ehrenamtlich gestaltet. Als wir vor zwei Jahren die alte Küche im Gemeindehaus ausgebaut haben und den Raum für die neue vorbereiteten, waren nur Ehrenamtliche beteiligt. Und immer wieder wird bei kleineren Reparaturen ehrenamtlich angepackt. Selbst kurzfristige Aufgaben, wie das Schmücken der Kirche zu Ostern oder Erntedank oder das Aufstellen und Dekorieren des Tannenbaums zu Weihnachten wären ohne das Engagement Ehrenamtlicher ein Riesenproblem.

In die Reihe der Ehrenamtlichen gehören ebenfalls alle, die in den Chören und Musikgruppen mitwirken. Wenn die Sonntagsgottesdienste musikalisch bereichert werden, machen sich immer Sängerinnen und Sänger bzw. Bläser/innen auf, um in ihrer Freizeit anderen eine Freude zu bereiten.

Eine Kirchengemeinde wird sogar ehrenamtlich geleitet: Von dem Kirchenvorstand. Bis auf Pastorin und Pastor, die "geborene" Mitglieder sind, bilden nur ehrenamtliche, gewählte Mitglieder dieses Leitungsgremium. Der Kirchenvorstand trifft sich einmal im Monat und entscheidet über alle wichtigen Belange der Gemeinde. Die Mitglieder sind häufig noch zusätzlich in Ausschüssen und Gruppen aktiv.

In der Bibel stehen zwei Sätze, die den Wert ehrenamtlichen Engagements unterstreichen:
"Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes" (1. Petrus 4, 10) und: "Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb." (2. Kor. 9,7).

Es tut einfach gut zu merken, dass man etwas kann, was anderen nützlich ist, womit man die Gemeinde unterstützen und anderen eine Freude machen kann. Mit einem freiwilligen Dienst in der Kirche kann man zum Ausdruck bringen, dass einem die Gemeinde etwas bedeutet, dass einem das Schicksal anderer Menschen nicht egal ist oder dass man selbst dankbar für das ist, was Gott uns im Leben geschenkt hat.

Wenn Sie Lust haben in einem der Bereiche, die oben aufgeführt sind, für einen bestimmten Zeitraum tätig zu werden, sprechen Sie uns gern an. Wir freuen uns immer über neue Mitstreiter/innen. Vielleicht werden Sie ja auch von uns angesprochen, dann wundern Sie sich nicht. Jetzt wissen Sie ja, worum es geht.

Allen, die sich in dieser lebendigen Gemeinde engagieren oder früher engagiert haben, möchte ich an dieser Stelle öffentlich und herzlich danken.

Für den Kirchenvorstand: Andreas Riebl