Ende der Talfahrt?

von Pastor Andreas Riebl

Jedes Jahr im Fehruar etwa entscheidet die Synode des Kirchenkreises Alt - Hamburg darüber, wieviel Gelder jede Kirchengeineinde aus dem Gesamtaufkommen der Kirchensteuer zu erwarten hat. Einige Monate vorher werden wir allerdings schon von unserer Verwaltung über Schätzungen informiert, damit wir uns rechtzeitig Gedanken über den nächsten Jahreshaushalt machen können. Wir alle konnten in der Presse verfolgen, wie dramatisch das Kirchensteueraufkommen in den letzten Jahren zurückgegangen ist. In unserer Gemeinde hat sich der Haushalt in den vergangenen Jahren halbiert: Für 1999 bekamen wir lediglich 120.372,- DM zugewiesen. Entsprechend mußten schrittweise Kürzungen beim Personal vorgenommen werden - zwar immer sozial verträglich, für die Menschen in der Gemeinde allerdings verlustreich und oft schmerzlich.

Für die Jahre 2000 bis 2005 sollen wir nun mit nur noch 87.822,- DM jährlich rechnen dürfen. Das beschert uns zwar in den nächsten 5 Jahren Planungssicherheit, dies aber auf dem denkbar untersten Niveau. Allein unser Beitrag für den Stellenplan der EJL (Evangelische Jugendarbeit im Stadtteil) beträgt ja 65.000,- DM jährlich und die 16 Wochenstunden der Gemeindesekretärin wollen auch verläßlich finanziert sein.

In dieser Situation ist es ein Segen, daß viele Mitmenschen uns regelmäßig Geld spenden. Auch der Basar ist mit seinen Nettoeinnahmen ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gemeindelebens geworden. Deshalb dankt der Kirchenvorstand an dieser Stelle allen, die mit Geld- und Sachspenden und/oder durch ehrenamtliches Engagement dazu beitragen, daß wir als Kirchengemeinde unsere Aktivitäten in den vielen Bereichen wie Jugendarbeit, Sozialarbeit und Einzelfallhilfe, Flüchtlingsbetreuung, Seelsorge usw. aufrechterhalten können.

Allerdings empfinden wir die finanzielle Entwicklung langsam schon als dramatisch und müssen uns um den Erhalt wichtiger Arbeitszweige Sorgen machen. Wir hoffen, daß es uns mit Ihrer Hilfe gelingt, wie bisher für viele Menschen Lebens- und Überlebenshilfen anzubieten. Bitte beachten Sie deshalb unsere Aufrufe um Spenden in diesem Gemeindebrief und in künftigen Ausgaben.

Andreas Riebl