"Wissen Sie, es glaubt mir kaum jemand, wie schwer es ist..."
Die junge Frau, die mir gegenüber sitzt, hat ihren Vater verloren. Trauern ist nicht gerade etwas, was in Uni-, Feten- oder Diskokreisen vorkommt. Viele jüngere Menschen können damit schlecht umgehen.
"Du mußt dich in Arbeit stürzen", meinen einige.
"Du bist ja total depressiv, geh mal zum Arzt", empfehlen andere.
Entscheiden, was einem gut tut, kann aber nur jede und jeder allein. Manchmal ist es wichtig, dazu einen Gesprächspartner zu haben, um sich in Ruhe innerlich zu sortieren.
"Ich rede mit meiner verstorbenen Frau immer noch. Meine Kinder meinen, ich brauche einen Psychiater...". Nein keinen Psychiater, keinen Neurologen, sondern einfach nur hilfreiche Gespräche und Zeit braucht man, um durch die Trauer zu kommen.
"Manche Nachbarin wendet sich ab, wenn sie mich sieht". Fassungslos erzählt es die Frau. Nicht zu wissen, was man sagen soll, führt manche dazu, gar nichts mehr mit einem Menschen in der Trauerzeit zu tun zu haben. Und die, die trauern, müssen dann oft noch Stärke beweisen, um den hilflosen Freunden und Bekannten beizustehen, die nicht mehr wissen, was zu tun ist.
Trauergespräche über das ganze Jahr, seelsorgerliche Hilfe und Begleitung bieten wir immer. Doch in der Passionszeit konzentrieren wir uns besonders darauf und bieten von der Seelsorgegruppe eine Gesprächsrunde dazu an.
Gerade auch in Fragen der Betreuungsverfügung und der Patiententestamente beraten wir gerne. Wer jemanden verloren hat durch eine Krankheit oder durch einen Unglücksfall weiß, wie wichtig es ist, mitten im Leben die letzten Dinge zu regeln.
Dazu braucht es manchmal ein behutsames Gespräch, um sich klar zu werden, was man selbst möchte.
Wir vereinbaren gerne ein Gespräch mit Ihnen, wenn Sie Fragen haben.